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100 JAHRE MUSIKKAPELLE HOFSTETTEN


Wir feiern dieses Jahr Geburtstag und wollen mit Euch zusammen in monatlichem Rhythmus einen kurzen Blick in unsere Chronik werfen.

 

Teil 2 - 13. Februar 2021:

Die Fasent!

Als eine der populärsten Karnevalstraditionen verleiht man in Aachen jährlich den "Orden wider den tierischen Ernst". Wer sich nun fragt, was denn dieser "tierische Ernst" ist, möge einen Blick auf das beigefügte Schwarz-Weiß-Bild werfen: Die perfekte Symbiose von Tier und Ernst.

 

Musikkapelle Hofstetten 1928 - Fasnachtsspiel Der Leutnant von Hasle

 

Die Aufnahme stammt vom 19. Februar 1928 und zeigt berittene, ernst dreinblickende Musiker vor dem Gasthaus Schneeballen, die sich an diesem Tag in Haslach beim Fasentsspiel "Der Leutnant von Hasle" beteiligten. Heutzutage trauen wir uns nicht mehr auf Pferden zu musizieren - schon gar nicht an der Fasent. Für Kornsepp, Muserwendel, Muserjörg und Konsorten scheint das damals kein Problem gewesen zu sein und man verstand es, die eskalative Freude dabei gut zu verstecken.

In den folgenden Jahren hatte die Fasent keinen hohen Stellenwert bei den Hofstetter Musikern. Die Niederschriften in unserer Chronik in den 1940er-Jahren sind von kurzer und tragischer Natur. Erst werden in den Kriegsjahren diverse Musiker eingezogen, später liest man dann von Gefangenschaft und Todesfällen. Die Beschädigung der großen Trommel bei der Besetzung durch die alliierten Truppen 1945 markierte dann den Wendepunkt - es wurde wieder fröhlicher.

Richtig närrisch wurde es zwar erst im Jahr 1950, als man bei einer Fasnachtsveranstaltung im Gasthaus Linde spielte, doch der Spaß kam zum Glück schon früher zurück und in den Nachkriegsjahren wurden einige Auftritte und Feiern mit teils ausschweifenden After-Show-Partys dokumentiert.
In den 1950er Jahren veranstalteten die Musiker Kappenabende in der Schneeballen. Gruppen wie die "Waschweiber" präsentierten dabei die "Moritaten" des Dorfes. Leider ist in diesem Zusammenhang nicht mehr zu recherchieren was sich hinter dem 1956 präsentierten Auftritt "Der Misthaufenspringer" verbarg - er wurde jedenfalls „viel belacht“.

 

Musikkapelle Hofstetten 1973 - Homberleumzug

 

Der Beginn der ältesten, heute noch praktizierten Hofstetter Fasentstradition liegt nun rund 50 Jahre zurück. Irgendwann Anfang der 1970er-Jahre (das Bild ist aus dem Jahr 1973) begannen damalige Jungmusiker an der Fasent musizierend durchs Dorf zu ziehen. Verkleidet als "Homberle" konnte man so an vielen Haustüren einen Schnaps abstauben, bevor es dann viele Jahre zum Abschluss in den Ullerst zum damaligen Bürgermeister Franz-Sepp Krämer ging. Der Homberle-Umzug wird noch heute traditionell am Fasentssamstag veranstaltet und ist für manche Musiker der wichtigste Auftritt des Jahres.

Wie im Jahr 1928 haben wir heute eigentlich wenig zu lachen. Da unsere Recherchen über den genauen Beginn des Homberle-Umzugs bisher erfolglos waren, wurde "par ordre du mufti" durch die Vorstandschaft beschlossen, dass dieses Jahr der 50. Umzug stattfinden soll. Leider fällt auch dieses Jubiläum Corona zum Opfer. Nichtsdestotrotz fordern wir heute alle Homberle auf, die bekannten AHA-L-Regeln umgehend um ein "S" für Schnaps zu erweitern. Erhebt das Lockdown-Schnapsglas und stoßt vom heimischen Sofa aus mit der imaginären Homberle-Familie an!

Darauf ein dreifaches "De Homber - sufft"!

 


Teil 1 - 28. Januar 2021:

Die Gründung vor 100 Jahren!

Damals wie heute war das Leben von Pandemien geprägt. Während man bei der Gründung gerade die spanische Grippe hinter sich gebracht hatte, beschäftigt uns heute, 100 Jahre später, die Corona-Pandemie. Es herrschte kurz nach dem ersten Weltkrieg Aufbruchstimmung und um "über den Tellerrand zu schauen" googelte man nicht den neuesten "heißen Scheiß" aus den Metropolen dieser Welt - man fuhr nach Bollenbach. Dort spielte die neugegründete Kapelle aus Fischerbach und inspirierte einige junge Hofstetter ebenfalls zu musizieren.

Eine Unterrichtsstunde kostete zu dieser Zeit 3 Mark oder wurde in Naturalien bezahlt, für den Instrumentenkauf wurde für die damaligen Verhältnisse eine halbe Weltreise nach Karlsruhe unternommen und die Musiker trugen Namen wie Decker-Fidel, Muser-Jörg oder Rai-Xaver.
Diese und noch einige andere junge Burschen trafen sich zum Jahreswechsel 1920/1921 zu den ersten gemeinsamen Proben in Schneeballenwirts Futtergang. In direkter Nachbarschaft zu Ochsen und Kühen wurden Märsche und Polkas einstudiert. Offensichtlich mit Erfolg, denn schon wenige Wochen später feierte man an Pfingsten den ersten offiziellen Auftritt -
zu Ehren des frisch gewählten Bürgermeisters Josef Witt.

Geschichte wiederholt sich - nicht nur was Pandemien betrifft. Damals wie heute waren Musik und Geselligkeit eng miteinander verbunden. Unser Chronist in der Gründungszeit vor 100 Jahren schrieb zum ersten Auftritt: "Bis spät in die Nacht wurde gezecht und musiziert" - eine Kombination die uns auch heute noch bekannt vorkommt.

(das Bild zeigt die Musikkapelle im Jahr 1931)

 

Musikkapelle Hofstetten 1931

 

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Samstag, 30.10.2021

 

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